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Beratung für männliche Jugendliche und Erarbeitung von Leitfäden für pädagogische Fachkräfte
Laufzeit: bis Dezember 2027
Gewalt ist zu großen Teilen ein männlich-jugendliches Phänomen, verstärkt durch Perspektivlosigkeit, soziale Ausgrenzung und tradierte, oft starre Männlichkeitsbilder. Diese Bilder versprechen kurzfristige Anerkennung, fördern jedoch Gewaltbereitschaft.
Für gewaltaffine männliche Jugendliche – die entweder unter 14 Jahre alt sind, keine gerichtliche Weisung haben oder einfach an ihrem Verhalten arbeiten wollen – gibt es bislang nur wenige Angebote. Diese Zielgruppe unterstützen wir darin, sich mit ihrem Verhalten auseinanderzusetzen und friedfertige Männlichkeiten zu leben. Außerdem arbeiten wir mit pädagogischen Fachkräften zusammen, die mit gewaltaffinen, männlichen Jugendlichen arbeiten und unterstützen diese wichtige Arbeit mit der Erarbeitung von lebensweltnahen Leitfäden.
Dafür hat der Fachbereich der präventiven Jugendarbeit der Männerberatung Wien das Projekt „Männlich? Gewaltfrei!“ ausgearbeitet, welches vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutzgefördert und in Kooperation mit dem Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark umgesetzt wird.
Im Projektzeitraum bis Ende 2027 können für die Zielgruppe (12-25 Jahre) vermehrt Einzelberatungen und Normverdeutlichungsgespräche angeboten werden. Bis zu 10 Termine pro Jugendlichen sind möglich. Die Beratungen finden in den Räumlichkeiten der Männerberatung statt, sind freiwillig und für die Jugendlichen kostenlos.
Ziel dieses präventiven Beratungsangebot ist es, weiterem Gewaltverhalten von männlichen Jugendlichen vorzubeugen.Wir wollen konkret Handlungskompetenzen erweitern & Ressourcen aktivieren, indem wir gewaltfreie Männlichkeitsvorstellungen fördern. Neben der Stärkung von Fürsorgekompetenzen unterstützen wir bei Themen der Identität und Lebensführung.
Erstgespräche können über die Hauptnummer der Männerberatung unter +43 1 603 28 28 vereinbart werden.
Im Projektzeitraum entwickeln wir in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften und in Jugendzentren der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gemeinsam mit der Zielgruppe und den Fachkräften explorativ und partizipativ Methoden. Daraus werden zwei Leitfäden erstellt, welche nach Fertigstellung im Rahmen von Workshops und Fortbildungen weiteren pädagogischen Fachkräften zugänglich gemacht werden.
Flankierend wird das Projektteam bei Infotischen im öffentlichen Raum den Dialog mit interessierten Personen suchen, um über Gewalt(-freiheit), Männlichkeit(en) und weitere Themen zu informieren und diskutieren.
Kooperationspartnerin ist die Fachstelle für Burschenarbeit vom Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark. Dort werden auch Beratungen und Normverdeutlichungsgespräche für männliche Jugendliche angeboten – weitere Infos hier.
Finanziert wird das Projekt vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

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