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Gewaltpräventive Workshops

Egon | Männerberatung WienDie Jugendarbeit der Männerberatung Wien bietet gewaltpräventive Workshops an, in denen männlichen Jugendlichen die Möglichkeit geboten wird, sich in erlebnisorientierter Auseinandersetzung mit ihren (Geschlechts)Rollen zu beschäftigen. Kreativ und spielerisch beschäftigen wir uns mit vielen Themen rund um Männlichkeit und erwachsen Werden und setzen uns mit den damit einhergehenden und vielseitigen Anforderungen, Widersprüchen und Perspektiven auseinander. Die Gruppenarbeit findet im Rahmen von Kooperationen bei Projekten und Workshops in Schulen und in außerschulischen Jugendeinrichtungen statt.

Methodik und Ziele der Workshops

Ziel der Präventionsworkshops ist es, Unterstützung und Hilfestellung bei der Entwicklung von jungen Menschen zu geben. Hierbei wird zugleich parteilich und gendersensibel vorgegangen, d.h. Jugendliche werden so akzeptiert wie sie sind! Auch wird zur Reflexion vom Begriff „Gewalt“, gängiger Stereotypien und hegemonialer Praktiken angeregt.
Es wird am Anfang des Workshops deutlich gemacht, dass der Gruppe ein Raum zur Verfügung steht, in dem die Möglichkeit besteht, Vorstellungen, Perspektiven und Werte aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und zu entwickeln.

Mögliche Themen und Inhalte der Workshops:

  • Wo beginnt Gewalt eigentlich?
  • Sensibilisierung für alltägliche Gewalt. Hierbei versuchen wir reale Situationen aus dem Lebensumfeld der Jugendlichen aufzugreifen.
  • Sensibilisierung zur Übernahme der Verantwortung für das eigene Tun und Handeln.
  • Welche Handlungsmöglichkeiten habe ich in „schwierigen“ und gefahrvollen Situationen? Nachspielen und simulieren von gefährlichen Situationen und den damit verbundenen Handlungsmöglichkeiten – „NEIN sagen“, Gefahrenerkennung und Gefahreneinschätzung.
  • Was ist der Unterschied zwischen Petzen und Hilfe holen? Wo kann ich mir Hilfe holen und welchen Menschen in meinem Umfeld kann ich mich anvertrauen?
  • Was drücke ich mit meiner Körpersprache aus? – Einsatz von Stimme, Optik, Mimik, Gestik und Körperhaltung.
  • Was ist ein „guter Spaß“ / „schlechter Spaß“ – gemeinsames Erarbeiten von Kriterien, wobei der Fokus auf der alltäglichen Sprache der Jugendlichen und dem Umgang untereinander liegt.

Pädagogische Ziele der Workshops:

  • Ansprechen und Aufbrechen überkommener Rollenklischees
  • Förderung der Kommunikationsfähigkeit und Konfliktlösung
  • Sensibilisierung für alltägliche Konflikte und Grenzverletzungen
  • Reflexion und Weiterentwicklung der lebenseigenen Entwürfe, ressourcenorientiertes Arbeiten, Selbstorientierung
  • Definition von Mannsein
  • Stärkung im Wahr- und Ernstnehmen der eigenen Gefühle
  • Erkennen und Ausbauen der individuellen Stärken und Fähigkeiten
  • Abbau von Homophobie

Im Rahmen von Spielen, Übungen und Gruppenarbeiten haben Jugendliche die Möglichkeit, in einem geschützten Raum Vertrauen zueinander zu finden, Spaß miteinander zu haben und ins Gespräch zu kommen. Durch eine gezielte Begleitung werden sie motiviert, Neues auszuprobieren, durchzuspielen und zu diskutieren. Bisher verinnerlichte Verhaltensmuster sollen hinterfragt und neue Handlungsmöglichkeiten für den Alltag aufgezeigt werden.